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Ein Märchen der heutigen Zeit

Da schlendert man in seiner Freizeit auf Videoportalen herum, da dort noch weniger Werbung existiert als im allgemeinem Fernsehprogramm und findet ein Märchen, dass einen nicht nur zum Denken sonder auch zum Fühlen anregt. Link: https://www.youtube.com/watch?v=2zv5Aeqb71c Es erzählt die Geschichte eines Mädchens, das aufgrund von Umwelteinflüssen anders geworden ist, sodass sie mit keinem Menschen mehr kommunizieren kann aufgrund ihres Fehlers. Aber sie findet einen Jungen, der dasselbe Problem hat. Ihre Fehler neutralisieren sich und sie haben endlich jemanden zum kommunizieren gefunden.
30.12.14 16:05


Ein Auszug des Lebens des Nachbarskindes

Warm. Trocken. Heiß, die Luft steht still. Drückend auf dem Dorf. Kein Luftzug. Kein Mensch. Geisterstadt. Totenstill. Kühl schmiegt sich der Parkett an meine Wange. Stille. Wann hört es auf? Wann ist es vorbei? Schritte. Ein kalter Schatten legt sich über meinen nassen Rücken. Es ist über mir. Der feuchtwarmer Atem drückt mir in den Nacken. Wie ein rostiges Messer scharben seine Finger über die Haut. Nicht. Hör auf. Doch es fängt erst an. Schnell zur Seite. Hoch. Schwindeligschlecht. Ein säuerlicher Geschmack steigt mir in den Mund. Ein paar Schritte weg. Weg von es. Doch es folgt nicht. Bleibt wo es ist. Vorsichtig schaue ich zurück. Beute. Jäger. So war es schon immer. Es weiß es. Hilflos. Komm her. Nur zwei Worte. Es weiß es. Kinderstimmen. Rettung. Zum Fenster. Eine Familie geht spazieren. Unbekümmert lachen und reden sie als würden sie das Böse nicht kennen. Zwei Minuten der Ruhe. Es ist hinter mir. Folgt meinem Blick, fängt an zu lachen. Es drückt mich an die Fensterbank. Die Kinder wollen ein Eis. Gänsehaut. Fingernägel krallen sich in meine Oberschenkel. Die Mama sagt nein. Klebriger Atem in meinem Nacken. Hart. Die Kinder fangen an zu betteln. Es stößt zu. Schmerz. Nicht schreien. Verkrampft. Na.Na.Na. Belehrend. Nicht verkrampfen. Sonst macht es doch keinen Spaß. Sieh sie dir an, betteln um Eis, ich kauf dir nachher eines mit viel sahne. Die Mutter gibt nicht nach. Es stößt weiter zu. Hör auf. es lacht. Meine Wange wird nass. Schmerz. Kann nicht mehr. Es zieht mich wieder hoch. Nein, weiter. Sieh ihnen zu. Sie sind so nah. Sie könnten dich hören. Und wieder rein und raus. Kaputt, ich reiße. Ein schluchzen, es fängt wieder an zu lachen, lauter diesmal. Und immer härter. Hör auf. es soll aufhören. Ich versuche ihn umzuschmeißen. Weg. Weg. Kalter Boden auf der Haut. Krabbeln. Es drückt mich zu Boden. Schmerz. Hör auf. schmerz. Noch tiefer. Zerstochen. Es wird warm. Mir wird schlecht. Ruhig. Noch einmal der feuchter Atem im Nacken. Erdrückt mich. Es steht auf und lässt mich liegen. Kalt.
30.12.14 15:09


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